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    4AHWIM und 4AHWII: Exkursion Krakau und Auschwitz-Birkenau

    Vom 08.05.2017 bis 12.05.2017 unternahmen die beiden 4. Klassen der Abteilung für Wirtschaftsingenieurwesen eine mehrtägige Exkursion nach Krakau und in die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

    Am ersten Tag besuchten wir das Motoren- und Getriebewerk Opel in Wien-Aspern, wo die Schülerinnen und Schüler einen guten Einblick in die Produktionsmethoden (Lean Production, Product Quality Engineering und Just-In-Time Material Management) gewinnen konnten.

    Am zweiten Tag erhielten wir in einer sechsstündigen Führung sehr beeindruckende Informationen über die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Die Führung begann im Stammlager I, wo die Gruppe durch jenes Tor schritt, wo vor über 70 Jahren tausende von Häftlingen marschiert sind, ihrer ganzen Identität und Persönlichkeit beraubt wurden und fortan als Nummer unter unmenschlichen Bedingungen hier arbeiten und leben mussten. Neben vielen geschichtlichen Informationen sieht man die Hinterlassenschaften der Opfer: Haare, Schuhe, Koffer, Töpfe…

    Am Nachmittag wurden wir durch das Vernichtungslager Auschwitz II – Birkenau geführt und bekamen einen Überblick über die Größe des etwa fünf Quadratkilometer großen, mit Stacheldraht eingezäunten Geländes. Mit einem beklemmenden Gefühl traten wir die Weiterreise nach Krakau an.

    Am dritten Tag besuchte die Gruppe die Firma Herz Armaturen in Wieliczka in der Nähe von Krakau. Seit Oktober 1990 ist die HERZ Armaturen GmbH mit einer eigenen Tochtergesellschaft in Polen vertreten. Die neue Produktionsstätte wurde im Jahr 2000 eröffnet. Die Schülerinnen und Schüler erhielten in englischer Sprache einen sehr interessanten und lebendigen Überblick über dieses Unternehmen.

    Am Nachmittag besuchten wir das Flugzeugmuseum in der Nähe von Krakau. Das Museum verfügt neben 200 Luftfahrzeugen über eine der weltweit größten Kollektionen von Flugmotoren.

    Am vierten Tag konnten wir in einer dreistündigen Führung durch Krakau die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Stadt bewundern. Die Führung begann am Wawelberg mit dem berühmten Königsschloss (ehemaliger Sitz der polnischen Fürsten und Könige) und der Kathedrale. Von dort marschierten wir in den Stadtteil Kazimierz. Dort erinnern mehrere Synagogen und Friedhöfe an die rund 500-jährige jüdische Geschichte. Vor der deutschen Besatzung lebten dort 75000 Juden. Der Regisseur Steven Spielberg drehte seinen Film „Schindlers Liste“ an Originalschauplätzen. Wir beendeten den Rundgang in der Altstadt von Krakau.

    Am Freitag traten wir die Heimreise an und stärkten uns noch in der Brauerei Starobrno in Brünn.

    Während dieser recht intensiven und vielfältigen Besichtigungswoche konnten die HTL-SchülerInnen einerseits einen recht guten Einblick in die praktische Welt des Maschinenbaus gewinnen, andererseits aber auch die kulturelle Vielfalt einer modernen polnischen Stadt sowie die Tragödie unserer eigenen Geschichte kennenlernen.

    18. Mai 2017 | Autor: Hubert Kemptner