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Auslandspraktikum Frankreich 2007

Martina Muhr, Christoph Otto, Markus Oberndorfer,
Andreas Kaltenbrunner 5AHWIM 07/08
Auslandspraktikum bei Benne S.A., Comeca Industries
und Amen Georges S.A. in Castres


Das Frankreich-Team (vlnr): Martina Muhr, Markus Oberndorfer, Christoph Otto und Andreas Kaltenbrunner

Anreisetag

Am 26. August 2007 um 4 Uhr Früh traten wir die Reise gemeinsam mit unseren Professoren Huber und Weissensteiner an, um mit dem Flugzeug von München via Düsseldorf nach Toulouse zu reisen.

Dort wurden wir bereits von unseren Betreuungspersonen Valérie Roques und Elisabeth Van Driel erwartet, welche uns mit dem schuleigenen Bus nach Castres brachten. Anschließend bezogen wir unsere Wohnung, die für die nächsten vier Wochen unser Zuhause darstellen sollte.

Abends wurden wir von Madame Roques zu sich nach Hause zum Essen eingeladen und mit französischen Spezialitäten verwöhnt.

Tags darauf wurde uns die Möglichkeit einer Besichtigung des Airbuswerkes in Toulouse geboten, wo wir die Montage des neuen Airbus A380 sahen. Nach einem gemütlichen Picknick in einem Park in Toulouse wurden wir auf eine Bootsrundfahrt auf der Garonne durch Toulouse eingeladen.

Arbeit

Am Dienstag begannen wir mit unserer Arbeit in drei verschiedenen Firmen:

  • Markus Oberndorfer, AMEN Georges S.A.

  • Martina Muhr, Andreas Kaltenbrunner, Benne S.A.

  • Christoph Otto, Comeca Industriesimg

Markus Oberndorfer, AMEN Georges S.A.

Meine Arbeitstätigkeit als Praktikant bei Amen Georges S.A. in Castres begann am 27.08.2007. Ich war der erste österreichische Praktikant bei dieser Firma, so dass es nicht nur für mich eine Art Neuland war.

Bereits zu Beginn wurde ich Francis zugeteilt, der immer mit Rat und Tat zur Seite stand und mir bei allerlei schwierigen Aufgaben half.

Ich freundete mich bald auch mit den anderen Arbeitern an. Die ersten Tage waren jedoch nicht einfach, da der dort gesprochene Akzent eher schwer zu verstehen ist und die Franzosen an sich eher schnell sprechen. Allerdings waren diese Schwierigkeiten nach einer Woche nicht mehr so hinderlich, um mit den dortigen Arbeitskollegen Gespräche führen zu können. Ich empfand die Arbeitsatmosphäre angenehm und fühlte mich bald gut aufgenommen.

Meine tägliche Arbeitszeit dauerte von 7:30 bis 17:30 Uhr, wobei von 12:00 bis 14:00 Uhr Mittagspause herrschte (freitags Frühschluss).

Während der vierwöchigen Praktikumszeit wurden mir viele verschiedene Arbeitsaufgaben zugeteilt, die allesamt abwechslungsreich und teilweise recht herausfordernd waren, aber auch Spaß machten. Einige Tätigkeiten bestanden etwa in: Flexen von Stahlteilen, Schweißen, Bohren von Löchern, Gewindeschneiden, Schleifen von Holzstücken, Stanzen von Blechen, Bedienen einer Abkant- und hydraulischen Abschneidemaschine.

Ein Tag bei Amen Georges S.A. hieß nicht nur Arbeiten, sondern war auch von kollegialen Scherzen, Gesprächen, Gedankenaustausch etc. geprägt. Besonders mein Kollege Francis war stets zu Scherzen aufgelegt, daher war die Arbeitstätigkeit noch einmal so angenehm. Hätte ich die Chance, wieder einmal in Südfrankreich zu arbeiten, würde ich definitiv wieder zur Firma Amen Georges S.A. tendieren.

Martina Muhr, Benne S.A.

Während meinem 4-wöchigen Praktikum bei BENNE S.A. wurde mir die Möglichkeit geboten, in den verschiedensten Abteilungen der Firmenwerkstätte mitzuarbeiten.

Meinen ersten Arbeitstag verbrachte ich bei der firmeneigenen Laserschneidmaschine, welche ich von einem Mitarbeiter erklärt bekam und, wenn auch nur in geringem Maße, selbst bedienen durfte.

Die nächsten 3 Tage war ich damit beschäftigt, spezielle Baugruppen zusammenzufügen und zu verschweißen. Dies war besonders toll für mich, da ich in diesen Tagen völlig selbstständig arbeiten konnte bzw. durfte.

Den Rest meiner Praktikumszeit (die letzten 15 Tage) arbeitet ich mit Patrick und Francis - zwei sehr netten Mitarbeitern der Firma. Gemeinsam erstellten wir einzelne Baugruppen für ein spezielles Transportsystem, genannt: Convoyeur. Dabei durfte ich viele Teile ver- bzw. anschweißen, schleifen und bohren.

Resümee: Besonders das tolle Betriebsklima und die äußerst freundliche und nette Aufnahme aller Mitarbeiter haben mich in dieser Firma sehr beeindruckt. Alles in Allem war dieses Praktikum bei BENNE S.A. eine sehr interessante Erfahrung für mich, welche ich nur weiterempfehlen kann und jederzeit gerne wiederholen würde!

Andreas Kaltenbrunner, Benne S.A.

Meine Arbeit in der auf Automatisierungstechnik spezialisierten Firma Benne S.A. bestand im Wesentlichen aus Stahlbauarbeiten, insbesondere Schweiß- und Schleifarbeiten, an einer sog. "Cuvette", einer für die Automobilindustrie entworfenen Reinigungsmaschine.

Besonders positiv festzuhalten ist, dass ich bereits am zweiten Tag einem Facharbeiter zugeteilt wurde, mit dem gemeinsam ich fünf "Cuvettes" fertigte. Meine Arbeit wurde dabei mit steigender Erfahrung zunehmend anspruchsvoller. Ich hatte so die Möglichkeit, das Entstehen des Produktes vom Anfang bis zum Ende mitzuverfolgen. Besonders meine Stahlbaukenntnisse profitierten enorm von dieser Arbeit, so wurden beispielsweise meine bereits in der HTL erworbenen Schweißfertigkeiten (MIG, MAG und Brennschneiden) erneuert und vertieft.

Die Arbeiter erwiesen sich allesamt als sehr kultur- und politikinteressiert und informierten mich sowohl über die französische Lebensweise als auch über die Vorgänge in Frankreichs Innenpolitik.

Besonders beeindruckt haben mich die freundlichen Umgangsformen und das Betriebsklima - das ging soweit, dass selbst der Geschäftsführer jeden der ca. 100 Mitarbeiter einzeln per Handschlag begrüßte.

Christoph Otto, Comeca Industries

Comeca Industries ist eine Stahlbaufirma mit ca. 15 Mitarbeitern. Comeca hat sich auf die Planung und Produktion von Maschinen und Geräten zur Müllentsorgung und -aufbereitung spezialisiert. Ich hatte 4 Wochen lang die Gelegenheit, an den verschiedensten Arbeitsplätzen mitzuarbeiten. Zu meinem Tätigkeitsbereich gehörten:

  • Arbeiten in der mechanischen Werkstätte (Bohren, Feilen)
  • Autogenbrennschneiden
  • Entgraten der brenngeschnittenen Bleche
  • Blechbearbeitung
  • Schweißen (MIG und Elektroden)
  • Plasmaschneiden

Daneben hatte ich auch Gelegenheit, mich mit der Belegschaft über ihre Arbeit und das Unternehmen zu unterhalten. Dabei konnte ich meine Französischkenntnisse, insbesondere das technische Vokabular, erweitern und ich habe einiges über die dortige Mentalität erfahren. Außerdem hatte ich die Möglichkeit, mich mit meinen Gesprächspartnern über deren Ansichten zu aktuellen politischen und gesellschaftspolitischen Themen zu unterhalten, was meinen eigenen Horizont ungemein erweiterte.

Ausflüge und Besichtigungen
Albi

An unserem ersten Wochenende fuhren wir mit dem Zug zweieinhalb Stunden in die vierzig Kilometer entfernte Departementshauptstadt Albi.

Dort besichtigten wir die Cathedrale Sainte-Cécile mit ihren überwältigenden Fresken und anschließend das Museum des weltbekannten Künstlers Toulouse-Lautrec.

Le Sidobre

Das nächste Wochenende verbrachten wir mit Célia und Marine, die wir bereits bei deren Praktikum in Österreich kennen gelernt hatten. Gemeinsam mit ihren Eltern besichtigten wir die für ihre Steinmonolithen bekannte Umgebung von Castres - genannt "Le Sidobre".

Am Abend waren wir bei Célia zum Essen eingeladen, danach vergnügten wir uns bei einer "Fête Générale" (Kirtag) bis in die frühen Morgenstunden.

Mazamet

Am Sonntag danach begaben wir uns mit dem Zug in die 20 Kilometer entfernte Stadt Mazamet.

Bedingt durch den Wochentag und die Mittagsstunde hielt sich der Trubel dort jedoch in Grenzen und wir fuhren nach 2 Stunden und einem Rundgang durch die Stadt wieder zurück nach Castres, wo wir den Tag mit einer gemütlichen Bootsrundfahrt auf dem Agoût ausklingen ließen.

Paris

Unsere Zugfahrt nach Paris traten wir auf Grund einer mentalitätsbedingten Busverspätung 2 Stunden später als geplant an.

Nach einer "erholsamen" Nacht im Ruheabteil kamen wir frühmorgens um 7Uhr30 in Paris-Austerlitz an. Anschließend bezogen wir unser gebuchtes Hotel und begaben uns dann auf eine Besichtigungstour durch die Millionenmetropole, wobei wir die Ile de la Cité mit der "Notre Dame", dem Louvre, die Champs Elysées, den Triumphbogen und den Eiffelturm besichtigten.

Am späten Nachmittag fuhren wir mit der Métro nach Montmartre, wo sich die Cathédrale von Sacre Coeur befindet.

Nachdem wir auch die Besonderheiten der modernen Architektur von Paris erkundet hatten, fuhren wir am nächsten Tag mit dem TGV zurück nach Castres.


   


Heimreise

Am 22. September um 15Uhr verließen wir Castres schweren Herzens und begaben uns nach Toulouse.

Um 20Uhr landeten wir wieder sicher in München.

Danksagungen

Besonderer Dank gilt Frau Prof. Huber und Herrn Prof. Weissensteiner, welche uns jederzeit mit Rat und Tat zur Verfügung standen und sich vorzüglich um alles kümmerten.

Auch bedanken möchten wir uns bei der Schule "Lycée professionnel du bâtiment le sidobre", insbesondere bei Madame Valerie Roques, Madame Elisabeth van Driel und Monsieur Picard für ihr großartiges Engagement.

Weiters möchten wir uns bei den Praktikumsbetrieben sehr herzlich bedanken, im Besonderen bei:

  • Monsieur Jean-Paul Perrez, BENNE S.A.
  • Monsieur Michel Bonzom, Comeca S.A.
  • Monsieur Jean-Pierre Pages, Amen Georges S.A.

Besondere Schnappschüsse