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Volvo Auslandspraktikum 2004

Christoph Wolfsgruber (5WIA), Thomas Schobesberger (5WIB),
Thomas Brandmayer, u.a.

Auch heuer hatten wieder sieben Schüler der HTL Vöcklabruck die Möglichkeit ein Auslandspraktikum in Schweden bei der Firma Volvo Car Corporation zu absolvieren.


Volvo — eine Firma mit Traditon ...

Der Aufenthalt in Schweden dauerte insgesamt 35 Tage. Los ging es in München am 8.August. Angekommen in Göteborg wurden wir schon von unserer Kontaktperson Stellan Fromm empfangen. Nach einer kurzer Begrüßung wurden wir zu unseren Unterkünften nach Västra Frölunda gebracht und mit wichtigen Informationen über die Stadt Göteborg versorgt. Untergebracht wurden wir in zwei Apartments, wo wir auf uns alleine gestellt waren. Von Abendessen kochen bis Wäsche Waschen und vor allem Abwaschen mussten wir alles selber erledigen.

Die Apartments die von unserer Schule und von Volvo Cars für uns organisiert wurden waren sehr schön. Es waren zwei Apartments zu sechs bzw. fünf Betten für 12 Schüler (einer musste sich mit dem Sofa begnügen). Die Apartments waren voll ausgestattet, unserer Wäsche wuschen wir in einem Waschsalon, wo man einmal pro Woche 3 Waschmaschinen und einen Wäschetrockner buchen konnte. Weiters gab es jede Woche frische Bettwäsche, deren Lieferung die einzige Aktivität der Putzfrau war.

Da sich in nächster Nähe des Apartments ein größeres Einkaufszentrum befand bestand keine Gefahr zu verhungern. Aufgrund der großen Entfernung zu unserem Arbeitsplatz mussten wir jeden Tag eine 30 bis 40-minütige Busfahrt auf uns nehmen. Das einzig größere Problem, das während unseres Aufenthalts auftrat, waren drei Jugendliche die uns vor unserem Apartment auflauerten. Das Trio zog sich jedoch sofort zurück, da wir zahlenmäßig weit überlegen waren.


... und Zukunft

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes besuchten wir unsere Partnerschule, das GTG (Göteborg Technical Gymnasium). Wir wurden dort herzlich empfangen und diskutierten mit einer Klasse über die Unterscheide zwischen Österreich und Schweden. Der einzig große Unterschied den wir fanden waren die Jugendschutzgesetzte in Schweden und Österreich. So war es uns nicht erlaubt Alkohol zu kaufen und auch der Zutritt zu den meisten Lokalen war uns verweigert.

Ein Teil des GTG ist direkt im VOLVO Werk integriert. An der Stelle wo sich die Schule befindet was früher einmal die Lackiererei. Nun steht dort eine moderne Schule, die von Volvo und der Stadt Göteborg finanziert wird.

Nach dieser Einführung bekamen wir unsere Arbeitsplätze zugewiesen. Meistens arbeitete man zu zweit, aber es kam auch vor, das man vollkommen auf sich alleine gestellt war. Im Es folgen Kurzberichte über unsere Tätigkeit.

Thomas Brandmayer

Ich arbeitete in der Abteilung Engineering Layout & Technical Documentation. Meine Aufgaben war es, Zeichnungen und Anlagendokumentationen der neu zu errichtenden Fertigungsstrasse zu kontrollieren und etwaige Fehler zu beheben. Ich durfte auch an einigen Besprechungen in englischer Sprache teilnehmen, in denen über Probleme und deren Lösungen diskutiert wurde. Meine Vorgesetzten boten mir auch die Möglichkeit, das Firmengelände zu besichtigen. Ich erhielt eine Führung durch den Body-Shop, sowie durch den Final-Assembly-Shop.

Thomas Schobesberger

Ich arbeitete in der Geometrietechnikabteilung der A-Fabrik von Volvo Cars, welche für die Instandhaltung und Toleranzeinhaltung der Produktionsroboter verantwortlich ist. Ich wurde dem Greiferverantwortlichen, Herrn Lönnkrans, zugeteilt. Somit bestand meine Hauptaufgabe darin, die beschädigten Greifer zu reparieren, zu säubern und deren Funktionsfähigkeit zu überprüfen.

Da zu dem Zeitpunkt an dem ich das Praktikum in Göteborg absolvierte die Anzahl der beschädigten Greifer sehr gering war, schickte mich Herr Lönnkrans öfters mit den Messteams los. Dort bestand meine Aufgabe darin mit Hilfe des anwesenden Messteams Seiten- bzw. Dachpaletten zu messen. Dies geschah mit Hilfe zweier Systeme, einem Lasergesteuerten, welches mit Hilfe eines Laserstrahl, dessen Rückkehrwinkels und einer Kugel mit sieben verschieden angeordneten Spiegeln den zu messenden Punkt ermittelt, und dem fotogeometrischen System „Metronor“, welches mit Hilfe von zwei Kameras und fünf in einer Linie angeordneter LEDs auf einem Messstab den zu messenden Punkt ermittelt.

Weiters bestand eine kleine Aufgabe darin, ein Programm für Excel zu schreiben, welches in der Programmiersprache „Visual Basic“ geschah. Das Programm sollte das Eingeben von Greiferdaten in eine Exceldatenbank vereinfachen.

Christoph Wolfsgruber

Meine Aufgabe war es herauszufinden ob es möglich ist halbfertige S80/V70 Karosserien und deren Seitenteile aus der Fertigungslinie heraus zu nehmen. Die Frage war, ob man zum Beispiel, wenn in der Mitte der Produktionslinie ein Roboter kaputt wird, alle Roboter davor weiterarbeiten lassen kann und die Karosserie dann vor jener Station an der der Roboter nicht funktioniert aus der Linie heraus nehmen lassen kann. Ich musste also solche Stationen finden und überlegen wie es möglich ist die Karosserien an jenen Punkten aus der Produktionslinie heraus zu nehmen ohne die Qualität zu verschlechtern. Einen Platz zum Lagern der Karosserien musste ich auch suchen. Weiters prüfte ich die Möglichkeit, in den Transportwegen Buffer einzubauen.

Insgesamt fand ich etwa 25 Plätze, an denen es möglich ist die Autos heraus zu nehmen, und etliche Möglichkeiten an denen man große Buffer in den Transportwegen in der Luft machen könnte.

Die Zeit im hohen Norden verging sehr schnell und schon waren auch diese 5 Wochen wieder vorbei. Der Aufenthalt war für jeden von uns eine einmalige Erfahrung und hat uns sehr gefallen. Wir möchten uns bei Prof. Mag. Anton Pixner und Herrn Stellan Fromm für ihre Bemühungen und bei dem Verein „Freunde der HTL“ für die finanzielle Unterstützung bedanken.