Neue Prozesssimulationssoftware

Die Simulation von Produktionsprozessen ist ein immer wichtiger werdender Bestandteil der Produktionsplanung und –optimierung. Produktionsabläufe mit den eingesetzten Maschinen, unter Berücksichtigung der Fertigungszeiten, unter Berücksichtigung der Materialbewegungen und der Anordnung der Maschinen in der Fertigungsanlage, ermöglichen den Produktionsablauf zu optimieren. Anlagen können noch vor dem Bau geprüft werden und an bestehenden Anlagen können Optimierungsvarianten getestet werden.

Die Produktionssimulation ist Bestandteil der Ausbildung der Wirtschaftsingenieure. Im Laborunterricht werden Modelle erstellt und Optimierungsvarianten durchgeführt.

Um im Unterricht am aktuellen Stand der Technik zu bleiben wurde bereits im Schuljahr 2015/16 eine Diplomarbeit durchgeführt in der die am Markt befindlichen Simulationsprogramme analysiert und verglichen wurden.

Kriterien waren der Einarbeitungsaufwand zur Handhabung der Software, der Aufwand zum Erstellen der Produktionsmodelle, die Qualität der Ergebnisse, sowie auch die Darstellung der Simulation für spätere Produktpräsentationen. Es sollte aber auch eine Software sein die in den umliegenden Firmen eingesetzt wird, damit unsere Schüler bedarfsgerecht ausgebildet werden. Daher wurde die Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit der Fa. Braun durchgeführt.

Die Entscheidung fiel zu Gunsten der Software FlexSim aus. Ende April fand eine dreitätige, intensive, Schulung an der HTL Vöcklabruck statt, die von Herrn Sebastian Hemmann, von FlexSim Deutschland, abgehalten wurde. Schulungsteilnehmer waren Herr Stefan Möslinger und Phillip Edbner von der Firma Braun, sowie Herr Gernot Weissensteiner und Johannes Molnar von der HTL Vöcklabruck.

Wie interessant dieser Bereich für die Wirtschaft ist, zeigt, dass bereits zwei Diplomarbeiten aus dem Bereich der Produktionssimulation für das kommende Schuljahr vergeben sind. Eine Diplomarbeit findet mit der Firma Braun statt, und die zweite Diplomarbeit wird in Kooperation mit der Firma Framag durchgeführt. Die Diplomanden dazu kommen aus der 4. Klasse WI-Maschinenbau und waren ebenfalls bei der Schulung dabei.

Die Abteilung Wirtschaftsingenieurwesen verbindet in ihrer Ausbildung die klassischen Bereiche Technik, Wirtschaft, Naturwissenschaft und Allgemeinbildung. Erlernen interkultureller Kompetenzen in Form von Exkursionen und mehrwöchiger Arbeitspraktika im europäischen Ausland runden diese Ausbildung ab. An der HTL Vöcklabruck werden zwei vertiefende Ausbildungszweige, WI-Maschinenbau und WI-Betriebsinformatik, angeboten.

Die Teilnehmer an der FlexSim Schulung. (v.l.n.r.) Gernot Weissensteiner, Johannes Molnar, Stefan Möslinger, Sebastian Hemmann, Phillip Ebner, Sinisa Kuzmanovic, Judith Staufer, Muhamed Kurtic, Ramona Vujisic

 


03.05.2017 | Autor: molj